"aus der Zeit" (skulpturale Objekte)

„Bei der Fotografie geht es nicht um das Ding, das fotografiert wurde, sondern darum, wie es als fotografiertes Ding aussieht.“

Garry Winogrand

Das Material für meine Arbeiten finde ich sowohl in unmittelbarer Umgebung als auch auf Reisen. Fern von zu Hause ist es besonders leicht aufmerksam zu sein, der Blick ist unverbraucht und nicht ermüdet von dem, was man schon hunderte Male gesehen hat. Immer suche ich nach Objekten, die in meinen Augen etwas Besonderes verkörpern und damit für mich die ästhetische Qualität aufweisen, die sie in meiner Fotografie zu Skulpturen werden lässt. Von großem Interesse sind dabei für mich Spuren, die im Laufe der Zeit in diese Gegenstände eingeschrieben wurden, durch die sie einzigartig werden und die Vergänglichkeit sichtbar machen. Ein anderer wichtiger Grund für meine Auswahl kann eine seltsame Fremdheit sein, mit der Objekte im Kontrast zu ihrer Umgebung stehen.
Mit den Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung passe ich schließlich die ausgewählten Bilder in Farbgebung, Kontrast, Helligkeit usw. an, um die skulpturalen Objekte hervorzuheben und um meiner subjektiven Bildvorstellung möglichst nahe zu kommen. Dabei behalte ich aber den ursprünglichen Bildinhalt bei, d.h. ich füge keine Details hinzu und halte mich auch nahezu ausschließlich an den zum Aufnahmezeitpunkt gewählten Bildausschnitt. Die Qualität der technischen Umsetzung spielt für mich eine große Rolle. Weil es bei meinen Fotografien auf die Darstellung der Materialoberflächen ankommt, präsentiere ich sie als Pigmentdrucke auf mattem Baumwollpapier im 60x80cm Passepartout ohne Verglasung um störende Reflexe auszuschließen (Auflage je 4 Exemplare).

Im Folgenden ist eine Auswahl von Arbeiten der beiden diesjährigen Ausstellungen zu sehen: